
Der erste männliche Olympiasieger absolvierte in Athen 40km. Im Jahr 1896 lief Spyridon Louis in einer Zeit von 2:58:50 h ins Ziel. Die erste weibliche Olympiasiegerin ist Joan Benoit. Sie lief 1984 in Los Angeles nach 2:24:52 Stunden ins Ziel der 42,195km Distanz.
Spyridon Louis (Bild-Quelle: Wikipedia)
Joan Benoit (Bild-Quelle: Wikipedia)
Nach dem ersten Olympia-Marathon 1896 fand ein Jahr später in Leipzig (auch über 40km) der erste Marathonlauf in Deutschland statt. 1925 richtete Leipzig auch die ersten deutschen Meisterschaften im Marathon aus. In der DDR gab es ab 1951 auf einem Rundkurs in einem Park in der Stadtmitte von Leipzig die DDR-Marathonmeisterschaften.
Paul Hempel (Bild-Quelle: Wikipedia)

Christa Vahlensieck (Bild-Quelle: Stadt Krefeld)
Insgesamt 15 deutsche Frauen haben Bestzeiten unter 2:27 Stunden erreicht.
Die erste deutsche Frau unter 2:30 Stunden war im Jahr 1982 Charlotte Teske, was gleichzeitig auch Weltrekord war. In den 1990ern verbesserte Uta Pippig den Rekord, danach Katrin Dörre-Heinig 1999 und Irina Mikitenko im Jahr 2008 auf unter 2:19:19 Stunden.
Insgesamt 16 deutsche Männer haben Bestzeiten unter 2:10 Stunden erreicht.
Der erste deutscher Mann unter 2:10 Stunden war im Jahr 1976 Waldemar Cierpinski. Michael Heilmann 1985 und Jörg Peter 1988 waren lange Zeit die Einzigen, die diese Wert unterboten. Erst 2015 steigerte Arne Gabius die Zeit weiter auf 2:08:33 Stunden.
Irina Mikitenko (Bild-Quelle: Wikipedia)
Amanal Petros (Bild-Quelle: Wikipedia)
Den ersten dokumentierten Weltrekord der Männer stellte der Amerikaner John Hayes im Jahr 1908 in London auf: 2:55:18 Stunden. Im Jahr 1967 lief der Australier Derek Clayton als Erster unter 2:10 Stunden. Im Jahr 2003 dann der Kenianer Paul Tergat unter 2:05 Stunden.
Beim London Marathon 2026 wurde erstmals die 2 Stunden Marke unterschritten. Gleich zwei Männer kamen schneller ins Ziel: Sebastian Sawe aus Kenia und Yomif Kejelcha aus Äthiopien.
John Hayes (Bild-Quelle: Wikipedia)
Yomif Kejelcha (Bild-Quelle: Wikipedia)
Die erste dokumentierte Marathonzeit der Frauen stellte die Britin Violet Piercy im Jahr 1926 in London auf: 3:40:22 Stunden. Die Amerikanerin Beth Bonner lief beim New York Marathon 1971 als erste Frau unter 3 Stunden.
Im Jahr 1981 lief die Britin Joyce Smith als Erste unter 2:30 Stunden und im Jahr 2001 dann die Japanerin Naoko Takahashi unter 2:20 Stunden. Die Britin Paula Radcliffe verbesserte die Marke im Jahr 2003 auf 2:15:25 Stunden. Diese Zeit wurde erst 16 Jahre später unterboten durch die Kenianerin Brigit Kosgei.
Beim Chicago Marathon 2024 wurde erstmals die 2:10 Stunden Marke unterschritten. Die Kenianerin Ruth Chepngetich lief 2:09:56 Stunden.
Violet Piercy (Bild-Quelle: Wikipedia)
Paula Radcliffe (Bild-Quelle: Wikipedia)
Aktuell werden von World Athletics 21 Frauen mit Zeiten unter 2:17 Stunden in der Bestenliste aufgeführt.
Aktuell werden von World Athletics 16 Männer mit Zeiten unter 2:03 Stunden in der Bestenliste aufgeführt.
Ruth Chepngetich (Bild-Quelle: Wikipedia)
Sebastian Sawe (Bild-Quelle: Wikipedia)
Die Geschichte des Marathon wird sicherlich noch lange weitergeschrieben, da Millionen Menschen den Ausdauerlauf als Sport in ihren Alltag integriert haben und Hunderttausende an Wettbewerben teilnehmen. Gemeinsam mit den Besten der Welt in einem Wettbewerb starten, das gibt es fast nur in dieser Disziplin. Das begeistert die, die mitlaufen ebenso wie die, die an der Strecke stehen und sich das Ganze anschauen.
Zu wünschen ist bei aller Rekordjagd, dass alle, die sich an diese Höchstleistungen heranwagen, gesund bleiben und in fairer Weise ihre Wettkämpfe absolvieren - an der Weltspitze genauso wie im ambitionierten Breitensport.
TV REFRATH running team | www.tvr-running.de | 08.05.2026